Aktivitäten
Ausstellungstermine
| Termin | Austellung | Ort | Info | Meldeschein |
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der NRC plant für 2011 keine Ausstellung |
Ausstellungskalender des VDHV
Rassehundeausstellungen
Was läuft da ab? Was muss ich tun? Was kann ich erwarten?
> Jeder hat den schönsten Hund <
So gelesen auf einem Transparent bei irgendeiner Ausstellung. Das stimmt, solange es um die rein persönliche Beziehung zwischen Mensch und Hund geht. Damit kann man sich zu frieden geben. Will man es aber genau wissen, ist man auf eine objektive neutrale Beurteilung angewiesen und muss sich im Wettstreit mit anderen messen. Apropos Streit: die
Geschichte der Hundeausstellungen hat ihren Ursprung Mitte des 19. Jahrhunderts in England. Da es damals noch keine verbindlichen Standards für die Rassen gab, endeten diese Veranstaltungen oft im Streit. Daraufhin wurden Clubs gebildet, die dann festlegten, welche Erscheinungsmerkmale für die einzelnen Rassen in Zukunft typisch sein sollten. Ihre Aufgabe bestand darin, das Idealbild der Hunderassen herauszustellen und einen Standard festzulegen, und so ist es heute noch,
der FCI – Standard ist international maßgebend.
Gut, sagen Sie, im Fachbuch kann ich den Standard meiner Rasse nachlesen und danach meinen Hund beurteilen, dazu brauche ich keine Ausstellung. Ja, für die Kategorie “jeder hat den schönsten Hund“ reicht es, aber geht es nicht um mehr? Nach dem Vergleich Ihres Hundes mit dem Standard können Sie abschätzen, ob es sich grundsätzlich lohnt, ihn auszustellen, aber sind Sie auch objektiv? Der unabhängige Richter beurteilt den Hund nicht nur nach der äußeren Form sondern auch nach dem rassetypischen Auftreten, nach Gesundheit und Wesensmerkmalen. Wenn Sie also mehr wollen dann müssen Sie zur Ausstellung, oder wie es noch genannt wird:
Zuchtschau
Eine weitere Bezeichnung, die den Kern der Sache aber viel besser trifft. Auf einer Zuchtschau wird das Ergebnis der Züchter gezeigt und festgestellt inwieweit die Nachzucht einer Rasse die Erwartungen erfüllt. Damit haben wir schon einen der Gründe,eine Ausstellung zu besuchen.
Für Züchter und Deckrüdenbesitzer ist es eine Gute Gelegenheit, ihre Zucht zu präsentieren, sich zu informieren und Kontakte zu knüpfen. Es können Wissen und Erfahrung ausgetauscht,Zuchtverpaarungen geplant werden. Im Interesse der jeweiligen Rasse haben wir ja alle das gleiche Ziel: Die Auswahl der Besten als Stammeltern zukünftiger Generationen
Jede Ausstellung ist aber auch ein Spiegelbild des Vereins
Interessierte Besucher und Aussteller anderer Vereine bekommen hier einen Einblick in das Wirken und Zusammenwirken unseres Vereins. Ein weiterer Grund zur Teilnahme an Ausstellungen ist die sportliche Seite. Es gibt inzwischen viele Hundefreunde die aus Spaß am Wettstreit ihre Hunde ausstellen und in dieser Freizeit-gestalltung Erholung finden. Wenn man die Sache von der sportlichen Seite betrachtet, kann ein Ausstellungswochenende durchaus erholsam sein und nicht Stress, wie viele glauben. Man darf sich nur nicht unter Druck setzen, sich und seinen Hund gut vorbereiten und dann gelassen auf das Geschehen zugehen. Wenn Sie gestresst sind, überträgt es sich auf den Hund und dann funktioniert das ganze nicht mehr.
Vorbereitung auf die Ausstellung
Die alten Austellungshasen kennen sich aus, den Neulingen geben wir hier einen Überblick und einige Tipps. Gehen wir mal davon aus, dass das Thema Ausstellung gar nicht auf Ihrem Zettel stand. Eines Tages spricht Sie jemand auf die Schönheit Ihres Hundes an und fragt, wie viele Pokale er denn schon gewonnen hat. Oder Ihr Züchter bittet Sie, Ihren Hund mit zur Ausstellung zu nehmen und schon sind Sie mitten drin. Die Veranstaltungen werden langfristig geplant und rechtzeitig bekannt gegeben. Auf den Meldeunterlagen, die Sie beim Austellungsleiter anfordern können, finden Sie die einzelnen Klassen und die Ausstellungsordnung, die Sie sorgfälltig lesen und ausfüllen müssen. Mit der Anmeldung wird auch die Meldegebühr fällig. Nur, wenn Ihre Meldung rechtzeitig beim Veranstalter eintrifft,kommt Ihr Hund in den Katalog. Dieser enthält alle teilnehmenden Hunde nach Rasse und Klasse gegliedert. Da jeder teilnehmende Hund einen Tagespokal und eine Urkunde mit der Bewertung erhält, wird das pünktliche Eintreffen der Meldung verständlich und erklärt auch die höhere Gebühr bei Nachmeldungen.
Sie haben jetzt noch alle Zeit der Welt, um sich und Ihren Hund vorzubereiten.
Wenn Sie es einrichten können, gehen Sie erst als Zuschauer auf Ausstellungen in Ihrer Nähe und machen sich mit dem Ablauf vertraut. Auch den Hund können Sie so schon an die Atmosphäre und den Trubel gewöhnen. Achten Sie bei der Präsentation Ihrer Rasse auf Schwerpunkte , sehen Sie sich den Gewinner an, nicht nur wie er aussieht, auch, wie er vorgeführt wird, das kann bei äußerlich gleichwertigen Hunden ausschlaggebend sein. Das Stehen und den freien Gang sollten Sie üben. Probieren Sie, ob er sich von Fremden anfassen und an den Fang greifen lässt, um das Gebiss zu sehen, wenn nicht, üben Sie es. Laufen Sie ab und zu mit der Vorführleine frei mit dem Hund, gewöhnen Sie ihn an kurze Laufeinlagen und konzentriertes Gehen.Geben Sie leise aber bestimmte Kommandos, korrigieren Sie genau so leise und Loben Sie ihn bei Erfolg, das wird sich im Ring auszahlen.
Ihr Fachbuch oder Ihr Züchter wird Ihnen sagen, welche Utensilien Sie brauchen und was Sie an rasse-bedingten Schönheitsprozeduren vor-nehmen sollten, tun Sie es aber übertreiben Sie nicht und versuchen Sie auch nicht, etwas zu verstecken oder zu verbergen, ein geschultes Richterauge wird es sehen.
Was müssen Sie mitnehmen?
Das Wichtigste sind die Ahnentafel und der Impfpass (s.Ausstellungsordnung).
Decke, Trinknapf und Wasser, eventuell Leckerlis. Richten Sie sich auf längere Ruhephasen ein. Bei einer Schau im Freien empfiehlt sich ein Klappstuhl und ein Schirm. Ob es eine Möglichkeit für einen Imbiss vor Ort gibt, sollten Sie vorher erkunden, ein Tag kann lang werden.
Bevor Sie losfahren, prüfen Sie Ihren Hund eingehend auf gepflegtes Fell, saubere Zähne (kein Zahnstein), und saubere Ohren. Mit einer läufigen Hündin, einem bissigen oder überängstlichen Hund gehen Sie bitte auf keinen Fall zu einer Ausstellung. Wenn Sie diese Vorbereitungen alle getroffen haben, werden Sie ganz gelassen ohne Stress an die Sache ran gehen und mit Ihrem Hund einen schönen Tag unter netten Leuten und lieben Hunden erleben.
Der Ausstellungstag
Sie sind natürlich rechtzeitig angereist, unterwegs haben Sie dem Hund noch Gelegenheit zum Lösen gelassen und sind pünktlich da. Bei der Anmeldung wird der Impfpass kontrolliert und Sie erhalten Ihre Mappe, darin enthalten sind Ihre Startnummer, der Katalog und mit dem Namen des Hundes vorbereitete Unterlagen. Hier erfahren Sie auch, wann in etwa Sie wo (in welchem Ring) dran sind. Suchen Sie einen Platz, am besten bei einer Gruppe Ihrer Rasse oder bei bekannten Personen. Legen Sie den Hund dort ab, wo ihm nicht ständig andere Hunde oder Menschen fast auf die Nase treten. Wenn das Richten beginnt, werden die Startnummern in die Ringe gerufen
-nicht die Mappe vergessen! Achten Sie jetzt auf die Dinge, die Sie geübt haben und bleiben Sie ruhig und freundlich. Antworten Sie nur auf Fragen des Richters und achten auf seine Anweisungen, nicht diskutieren. Das Richten von Hunden ist noch undankbarer als Schiedsrichter beim Sport, zufrieden sind immer nur die Sieger und die sind meist in der Minderheit. Aber diese Richter sind verantwortlich für die Qualität einer Rasse, das setzt natürlich viel Kenntnis voraus.
Das Urteil des Richters ist unantastbar und endgültig.
Der Richterbericht enthält eine genaue Beschreibung der Vorzüge und Schwächen des Hundes und eine Gesamtbeurteilung mit Formwertnote.Folgende Noten werden vergeben:
Vom Welpen bis zum Junghund: sehr gut(sg) gut(g) Genügend(ggd)ab der offenen Klasse: Vorzüglich(V) Sind mehrere Hunde einer Rasse in einer Klasse vertreten, erfolgt noch die Platzierung. Wenn sie fertig sind, wird der Richter Ihnen Ihre Mappe geben, die sie sofort zum Bürotisch bringen.
Anwartschaften auf Championate
Je nach Formwertnote erhalten Sie eine Anwartschaft auf ein Championat, das Ihnen auf der Anwartschaftskarte bescheinigt wird. Das Championatswesen ist aber so umfangreich, dass wir es hier nur anreißen können, der Infostand und die Leitung geben Ihnen aber gern Auskunft. Grundsätzlich gilt: Championate werden in Reihenfolge aufsteigen vergeben, für jedes benötigen Sie 3 Anwartschaften. Diese Championate sind natürlich begehrt, weil sie in die Ahnentafeln eingetragen werden und somit den Wert des Hundes erhöhen.
Zurück zum Ablauf
Nachdem alle Hunde bewertet wurden, werden alle mit der Note SG1 oder V1 noch einmal in den Ring gebeten um die jeweils Besten ihrer Klasse zu kören. Es wird noch der Titel „Best in Show“ vergeben. Oft auch noch Ehren- oder Sonderpokale.
Erst danach werden in der Regel die Urkunden und Pokale ausgegeben und so lange sollten Sie unbedingt bleiben, um dann nach einem gelungenen Tag mit den Früchten Ihres Erfolges den Heimweg anzutreten, und sich auf die nächste Ausstellung vorzubereiten.
Wir sehn uns !!! ©2009 Hans Bonath